Der Umstieg von gleitenden Marktprämien auf Contracts for Difference, zunehmende negative Preise und die Diskussion um produktionsunabhängige und systemdienliche Fördermodelle bestimmen derzeit die Debatte um die Förderung von Wind und Solar. Ausschreibungsdesign und Einspeisetarife stehen europaweit auf dem Prüfstand.
Wir beraten Ministerien, Netzbetreiber und Parlamente in Deutschland, Europa und der Schweiz zur Ausgestaltung von Ausschreibungen, CfDs und Einspeisetarifen. Für das BMWE begleiten wir die Umstellung der deutschen Förderung auf CfDs; für das niederländische Wirtschaftsministerium haben wir Optionen zur Absicherung gegen negative Preise verglichen. Ansprechpartner ist Ingmar Schlecht.
The Economics of Renewables (EN)
A deep dive into the economics of wind and solar energy, from support schemes to merchant exposure: capture prices, PPAs, CfDs, and other remuneration models, with an emphasis on risk allocation, investment decisions, and market integration. Designed for the full renewables value chain, from manufacturing to policy.
Vergütung bei negativen Preisen (EZK). Das niederländische Wirtschaftsministerium EZK sucht einen Fördermechanismus, der Erneuerbare gegen zunehmend häufige negative Preisphasen absichert. Wir vergleichen zwei Optionen: separate Kapazitätszahlung und angepasste Energiezahlung. Zudem bewerten wir Vergütungshöhe, Intraday-Behandlung und Finanzierungswirkung.
Subventionen für Co-located BESS (MECO). Das luxemburgische Wirtschaftsministerium MECO erwägt eine Förderung von Großbatterien, die sich einen Netzanschluss mit PV-Anlagen teilen. Auf Basis unseres BESS-Optimierungsmodells quantifizierten wir die BESS-Erlöse über eine breite Spanne von Parametern und Szenarien und bewerteten Förderoptionen – samt Rechenmodell und interaktivem Dashboard. 2026.
Solarbonus (Grüne Fraktion). Ein neuartiger Vorschlag sieht vor, deutschen Haushalten ein Stromkontingent kostenfrei bereitzustellen. Für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bewerteten wir die Ausgestaltung des Vorschlags und seine ökonomischen Wirkungen. 2026.
Erzeugernetzentgelte Offshore-Wind (BWO). Die Bundesnetzagentur will Stromerzeuger ab 2029 an den Netzkosten beteiligen – zur Verbraucherentlastung und als Anreiz für Netzdienlichkeit. Für den Offshore-Windverband BWO zeigen wir: Da der Staat Standorte, Anschlüsse und Kapazität vorgibt, entfaltet das Entgelt keine Lenkungswirkung, erhöht aber die CfD-Gebote – zulasten des Bundeshaushalts. 2026. Studie ▸
EE-Fördersystem (BMWE). Deutschland stellt die EE-Förderung auf Differenzverträge (CfD) um, was eine Weiterentwicklung des Förderrahmens erfordert. Mit unseren Partnern Guidehouse, Consentec und Fraunhofer ISI beraten wir das Ministerium konzeptionell zu Themen wie produktionsunabhängiger Förderung und dem Umgang mit negativen Preisen und schätzen die künftigen Förderkosten ab. Laufend.
Bewirtschaftungsentgelt (BFE). Die Umstellung der Schweiz auf ein Ein-Preis-Ausgleichsenergiesystem 2026 erfordert eine neue Methodik für das Bewirtschaftungsentgelt für Erneuerbare. Für das Bundesamt für Energie analysierten wir die bestehende Regelung und entwickelten eine transparente Formel, die die Ausgleichsenergiekosten im neuen Marktdesign abbildet. 2025. Studie ▸
EEG-Erfahrungsbericht Solar (BMWE). Unter Leitung des ZSW und mit Bosch & Partner erstellen wir die aktuelle Ausgabe des regelmäßigen Erfahrungsberichts der Bundesregierung zur Solarenergie und bewerten dabei die Wirkung dynamischer Stromtarife und dynamischer Netzentgelte auf kleine PV-Anlagen. Dynamische Tarife bestimmen den finanziellen Wert des Solarstroms für Prosumer. Laufend.
EE-Förderung (BMWE). Deutschland muss sein Fördersystem bis Januar 2027 reformieren; ein besonderes Anliegen sind unverzerrte Einsatzanreize für Wind- und Solarenergie. Gemeinsam mit unseren Partnern Guidehouse, Consentec, Fraunhofer ISI und Becker Büttner Held bewerten wir für das Ministerium verschiedene Reformvorschläge. Zu den Optionen zählen zweiseitige Differenzverträge. 2024–26.
PV-Einspeisespitzen (BMWK). Der schnelle Solarausbau hat einen Preis: Viele Kleinanlagen im Einspeisetarif speisen auch dann ein, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. Mit Consentec prognostizierten wir die Wahrscheinlichkeit von Stromüberschusssituationen für die kommenden Jahre und unterstützten die Bundesregierung bei Gegenmaßnahmen. 2024–25.
Dynamischer Einspeisetarif (50Hertz). Deutschland hat über 60 GW Solarleistung im Einspeisetarif – Anlagen, die auch bei Überangebot und negativen Preisen weiter einspeisen. Mit Fraunhofer FIT, IEE und IEG sowie der BTU Cottbus entwickelten wir für den ÜNB 50Hertz einen reformierten Einspeisetarif, der Anreize zum Abschalten in Überschusssituationen setzt. 2024.
EE-Fördersystem (BMWE). Deutschland muss sein Fördersystem für Wind- und Solarenergie an EU-Recht anpassen; besonders effiziente Dispatch-Anreize bei negativen Preisen stehen hier im Vordergrund. Mit Consentec bewerteten wir für das Ministerium eine Bandbreite von Optionen – von einer Anpassung der gleitenden Marktprämie über inkrementelle Reformen bis zu „Financial CfDs“. 2024.