SDL-Marktdesign Schweiz
Seit der Einführung des PICASSO-kompatiblen Gebotsverfahrens verzeichnet die Schweiz einen deutlichen Anstieg der Preise für Regelenergie. Das Projekt analysiert die Ursachen dieses Preisanstiegs, bewertet das bestehende Marktdesign und entwickelt darauf aufbauend konkrete Reformvorschläge für effizientere, wettbewerbliche und robuste Regelleistungs- und Regelenergiemärkte.
Das Marktdesign für Systemdienstleistungen in der Schweiz steht unter Druck. Seit der Umstellung auf das PICASSO-kompatible Gebotsverfahren im Jahr 2022 sind die Preise für Sekundärregelenergie deutlich gestiegen, mit einer Zuspitzung im Sommer 2024. Ein Teil dieser Entwicklung ist fundamental erklärbar: durch höhere Abrufmengen infolge des PV-Zuwachses und der PV-Prognoseunsicherheiten, die auf eine kurze Schweizer Regelenergie-Merit-Order treffen. Vor dem Hintergrund einer geringen Marktliquidität und fehlender Preiskopplung zu Nachbarmärkten stellt sich aufgrund der hohen Preise jedoch die Frage nach unzureichendem Wettbewerb und möglicher Marktmachtausübung. Als Reaktion auf die beobachtete Preisentwicklung wurden bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, u.a. eine Preisobergrenze für verpflichtende SRE-Gebote, die jedoch bis zum 28.12.2025 befristet ist.
Die Studie Analyse und Optimierung des Marktdesigns für die Regelleistung und -energie in der Schweiz unterzieht die bestehenden Märkte für Sekundärleistung und -energie sowie Tertiärleistung einer grundlegenden Analyse und soll notwendige Anpassungen im Marktdesign aufzeigen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob das bestehende Design in der Lage ist, unter den gegebenen Rahmenbedingungen wettbewerbliche, kosteneffiziente und unverzerrte Marktergebnisse zu generieren oder ob Anpassungen erforderlich sind.
Dr. Ingmar Schlecht
schlecht@neon.energy
+49 177 86 33 526
Weiterführende Arbeiten
Studien
Kurse
Themenfelder